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Einrichten mit Farben

10 Juli 2017

Die faszinierende Macht der Farben

Farben spielen nicht nur beim Einrichten eine wichtige Rolle. Sie lösen ganz unterschiedliche Empfindungen aus und sind in der Lage, unser Handeln zu beeinflussen. So können uns Farben warnen und unseren Blutdruck erhöhen. Oder unseren Appetit anregen. Oder sie lassen Menschen attraktiver erscheinen – vor allem Frauen.

Studien haben gezeigt, dass eine Frau in einem roten Kleid auf zahlreiche Männer anziehender wirkt als in einem weißen oder schwarzen. Mehr noch: Als Forscher der britischen Durham-Universität die Wirkung von Trikot-Farben bei olympischen Athleten untersuchten, fanden sie heraus, dass rotgekleidete Ringer in 60 Prozent der Fälle die blaugekleideten besiegten.

Ihre Schlussfolgerung: Rot strahlt mehr Dominanz aus und schüchtert die Gegner ein. Warum sich diese Farbwirkung so diametral wandelt, sobald aus dem engen Sportdress ein figurbetontes Abendkleid wird, konnte bisher allerdings nicht enträtselt werden.

Die beliebtesten Farben der Deutschen – und wofür sie stehen

Hier eine kleine Hitliste:

Platz 1: Blau (38%)

Harmonie, Sauberkeit, Vertrauen, Freundschaft, Treue, Zuverlässigkeit, Zufriedenheit, Ruhe, Unendlichkeit, Kälte, Fantasie

Platz 2: Rot (20%)

Liebe, Leidenschaft, Verführung, Temperament, Wärme, Energie, Tatendrang, Impulsivität, Dynamik, Gefahr, Zorn

Platz 3: Orange (14%)

Freude, Spaß, Lebhaftigkeit, Ausgelassenheit, Aufgeschlossenheit, Leichtlebigkeit, Optimismus, Selbstvertrauen, Jugendlichkeit

Platz 4: Grün (12%)

Hoffnung, Zuversicht, Frische, Lebensfreude, Entspannung, Gesundheit, Beharrlichkeit, Durchsetzungsvermögen, Meditation

Platz 5: Schwarz (8%)

Stärke, Sachlichkeit, Funktionalität, Undurchdringlichkeit, Dunkelheit, Tod, Trauer, Bedrängnis, Negation, Einsamkeit, Konservativität

 
Frauen- und Männerfarben

In vielen Bereichen bewerten Männer und Frauen Farben ähnlich. Doch es gibt auch deutliche Unterschiede:

- Männer bevorzugen kräftige Farbtöne.

- Frauen mögen hellere Farben.

- Schwarzweiße Farbtöne erhalten von Männern mehr Zuspruch als von Frauen.

- Bei abgetönten Farben bevorzugen Männer Mischungen mit Schwarz.

- Frauen hingegen wählten die mit Weiß aufgehellten Farbtöne.

Am auffälligsten ist wohl, dass Frauen im Durchschnitt differenziertere Farbbezeichnungen verwenden als Männer. So unterteilt die Damenwelt das, was Männer schlichtweg als Pink betiteln, gerne weiter in Nelke, Erdbeere, Magenta-Rot und Lachs. Der größte Unterschied zeigt sich bei den Lieblingsfarben: 23% der Frauen mögen Lila am liebsten, während dies bei 0% der Männer der Fall ist.

Frauen sehen Farben anders als Männer. Zumindest Rottöne nehmen sie intensiver wahr. Forscher der City University of New York haben herausgefunden, dass das Gen, welches die Informationen für die Wahrnehmung von Rottönen enthält, bei Frauen stärker differenziert ist. Daher, so die Forscher, nehmen Frauen im Rot-Orange-Bereich ein breiteres Farbspektrum wahr.

Vielleicht ist das der Grund dafür, dass viele Frauen Rot, Rosa und Pink einfach lieber mögen. Männer dagegen bevorzugen eher markante, dunklere Farben und kernige Naturtöne. Kann sich ein Paar bei der Gestaltung des gemeinsamen Heims nicht einigen, verzichten viele auf Farbe oder greifen auf zurückhaltende Neutraltöne zurück.

Wäre es nicht besser, beide Lieblingsfarben einfach zu kombinieren? Die Dulux Farbspezialisten aus dem AkzoNobel Global Aesthetic Center bieten diesbezüglich eine Palette an Möglichkeiten – beispielsweise traditionell weibliche Nuancen wie Pflaume, pudriges Pink und Creme in Kombination mit männlichem Khaki, Schiefergrau und Blaugrün. Die Farben ergänzen sich und wirken besonders schön, wenn sie im Zusammenspiel verwendet werden.

 

Einfluss der Farben auf die Wohnatmosphäre

Beim Einrichten spielen Farben eine zentrale Rolle. Sie verleihen Räumen Persönlichkeit, Temperatur und Größe.

Mit pudrigen Tönen und Pastellfarben lässt sich eine sanfte, ruhige Wohnatmosphäre erzeugen. Kräftige, intensive Farbtöne dagegen wirken lebendig und leidenschaftlich. Grautöne vermitteln Geborgenheit und verwandeln das Zimmer in eine kuschelige Höhle. Naturtöne sowie Schwarz und Weiß sind wahre Allrounder, sie lassen sich in der Regel problemlos mit den vorhandenen Möbeln kombinieren. 

 
Einfluss der Farben auf die wahrgenommene Raumgröße

Kühle oder helle Farben wie Türkis, Hellblau und Creme treten nach hinten, warme oder dunkle Farbtöne wie Orange und Bordeaux treten an den Betrachter heran. Das hat Auswirkungen auf die wahrgenommene Raumgröße. Zimmer in hellen, kühlen Farben erscheinen größer, Räume mit warmen, dunklen Farben kleiner und zugleich gemütlicher.

Lange Zimmer werden optisch verkürzt, wenn die schmale, entfernte Seite eine dunkle, warme Farbe aufweist. Dieser Effekt lässt sich natürlich auch umkehren: Eine helle, kühle Wand in einem farbig gestrichenen Zimmer lässt den Raum weiter und länger erscheinen.

Die Farbgebung spielt auch bei Boden und Decke eine Rolle. Ein heller Boden wirkt offen und luftig, ein dunkler Holzfußboden oder Teppichboden dagegen erdet und schafft Sicherheit. Ist die Decke heller als die Wände, erscheint der Raum höher. In zu hohen Räumen lässt sich die Decke mit einem dunklen Farbton optisch absenken.

 

Die Farbwirkung von Möbeln

Die Erkenntnisse der Farbenlehre sind auch auf Möbel übertragbar. Bei farbigen Möbeln und Einrichtungsgegenständen in einem hell und kühl gestrichenen Zimmer entsteht der Eindruck von Weite. Helle Möbel bei dunklen Wänden dagegen verkleinern den Raum.

Mit farbigen Möbeln lassen sich deutliche Signale setzen. Rote Polstermöbel etwa oder ein Sideboard in knalligem Kobalt-Blau ziehen die Blicke auf sich und beleben den Raum.

Auch Kontrastwirkungen können sehr reizvoll sein – etwa wenn ein farbenfrohes Möbel vor einer andersfarbigen Wand steht oder mit einem wild gemusterten Teppich kombiniert wird.

Textilien sind eine wunderbare Lösung für alle, die mit Farben einrichten möchten, aber nur über ein kleines Budget verfügen. Mehrere Kissen in verschiedenen Nuancen einer Farbfamilie, ein buntes Plaid, Teppiche oder gerahmte Stoffe sind tolle Hilfsmittel bei der Farbgestaltung.

 

„Greenery“ – die Farbe des Jahres 2017

Greenery – dieser würzige, gelbgrüne Farbton erinnert spontan an die Kraft und Frische der wiedererwachenden Natur. Nicht nur im Frühjahr und Sommer erfüllt uns diese Farbe mit Energie und Zuversicht. Ob in der Mode, im Design oder in der Innenarchitektur: Stets symbolisiert Greenery Leben und Wachstum und entspricht unserem Bedürfnis zu experimentieren und zu erkunden. Der Neuanfang, den die Natur Jahr für Jahr vollzieht, empfiehlt sich auch für die eigenen vier Wände: Verordnen Sie Ihrer Einrichtung einen Frischekick, setzen Sie mit Greenery Highlights!

Hier einige Beispiele aus der aktuellen Musterring Kollektion für einen reizvollen Einsatz der Trendfarbe Grün:

Greenery lädt Ihr Ambiente mit Energie auf – ob als Lackvariante oder als Farbe einer Stuhlbespannung. Da Greenery mit zahlreichen neutralen Farben, Pastelltönen und metallischen Oberflächen kombinierbar ist, ergeben sich viele interessante Möglichkeiten. Lassen sie Ihren Geschmack entscheiden!