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Hochbeet richtig anlegen – wir haben nachgefragt.

25 März 2021

Hochbeete liegen voll im Trend. Sie sind DIE Lösung für Gartenfreunde in der Stadt, da auf kleinem Raum Obst, Gemüse und Kräuter angebaut werden können. Aber auch in immer mehr Gärten sieht man Hochbeete. Im Vergleich zum gewöhnlichen Gemüsegarten hat das Gärtnern am Hochbeet einige Vorteile. Zum einen spricht die angenehme Höhe für sich, denn das Arbeiten im Stehen ist deutlich entspannter und schützt Rücken und Knie. Außerdem fallen die Erträge oft üppiger aus als im normalen Garten-Beet. Durch den Zersetzungsprozess der unteren Schichten wird eine natürliche Wärme erzeugt, die das Wachstum der Pflanzen anregt. Ein weiterer Plus-Punkt vom Hochbeet: Wühlmäuse, Schnecken und andere unerwünschte Gäste finden selten den Weg ins erhöhte Beet und verschonen die angebauten Kulturen. Des Weiteren sollte der ästhetische Gesichtspunkt nicht außer Acht gelassen werden, denn Hochbeete eignen sich bestens als dekorativer Sichtschutz. Also, viele gute Gründe für ein Hochbeet! Für die Fragen: Wie, wann und was man am besten in ein Hochbeet pflanzt, haben wir die Experten vom Gartencenter Brockmeyer zurate gezogen.

Wann bzw. wie legt man idealerweise das Hochbeet an?
Ein Hochbeet kann auch im Frühjahr noch angelegt werden. Aber Vorsicht: Wird es erst kurz vorher errichtet, besteht die Gefahr, dass die Schichten absacken. Im Optimalfall wird das Hochbeet bereits im Herbst angelegt, sodass im Frühjahr nur noch Erde aufgefüllt werden muss und sich bereits Mikroorganismen gebildet haben.

Wichtig ist, dass die verschiedenen Schichten beachtet werden. Diese tragen einen großen Teil zum späteren Ertrag bei.

  1. Holzschnitzel oder anderes grobes Material wie Äste oder Strauchabschnitte. Darüber ein wenig Laub oder Rasenabschnitt -> Diese Schicht dient als Drainageschicht und soll Staunässe und somit Wurzelfäule verhindern.
  2. Kompost -> Diese Schicht liefert den Pflanzen besonders viele Nährstoffe. Der Zersetzungsprozess der Abfälle erzeugt zudem Wärme und steigert somit die Bodentemperatur im Hochbeet.
  3. Hochbeet-Erde oder hochwertiges Pflanzsubstrat -> Diese Schicht bildet die oberste Lage und wird anschließend bepflanzt.

Welche Pflanzen können in einem Hochbeet kultiviert werden?
Grundsätzlich können alle Gemüse- und Kräuterpflanzen auch im Hochbeet angebaut werden. Hier kommt es allerdings auf die Größe und die Wuchskraft der jeweiligen Pflanze an. Bei Tomaten empfehlen wir eher buschig wachsende Tomaten, da diese sich nicht in die Höhe ausdehnen und daher nicht angebunden werden müssen. Auf besonders ausladend wachsende Melonen, Zucchinis oder Kürbisse sollte jedoch verzichtet werden. Da diese Pflanzen primär in die Breite wachsen, rauben sie den anderen Kulturen wertvolle Nährstoffe und Tageslicht.

 

Im Frühjahr kann direkt mit der Anzucht von Rucola, Schnittsalaten und Pflücksalaten begonnen werden. Bereits vier bis acht Wochen nach dem Setzen der Jungpflanzen kann die erste Ernte eingefahren werden. Mitte Mai, nach den Eisheiligen, dürfen auch Tomaten, Paprika und Chilis mit ins Hochbeet. Jetzt kann der bereits geerntete Salat gegen Romana- oder Kopfsalat ausgetauscht werden. Wer auch im Herbst nicht auf Salat aus dem eigenen Garten verzichten möchte, kann im August den Kopfsalat beispielsweise durch Endiviensalat austauschen. Dieser lässt sich sogar noch bis zum Einsetzen des ersten Frosts ernten.


Welche Kräuter sind besonders pflegeleicht?


Grundsätzlich sind alle gängigen Kräuter für einen Anbau im Hochbeet geeignet.

Petersilie:

Die Petersilie benötigt Wärme, somit ist der Anbau im Hochbeet von Frühjahr bis Herbst möglich. An einem hellen Standort wächst Petersilie besonders gut. Zwischen März und Juni kann Petersilie direkt im Hochbeet ausgesät werden. Durch lange Trockenheit trägt die Petersilie Schaden, daher sollte sie regelmäßig gewässert werden.

Basilikum:
Basilikum zählt zu den mediterranen Kräutern und bevorzugt daher einen warmen und sonnigen Standort. Wir empfehlen eine Vorkultur im Haus oder Gewächshaus, da die Pflanzen Temperaturen unter 10 Grad nicht mögen. Mitte Mai, nach den Eisheiligen, können die Pflanzen dann ins Hochbeet gesetzt und den ganzen Sommer über geerntet werden.

Schnittlauch:
Der Anbau von Schnittlauch gelingt recht einfach und stellt Sie vor keine großen Herausforderungen. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein, der Boden locker und humusreich.  Zwischen März und Juni können die Samen einfach locker ins Hochbeet gestreut und mit etwas Erde bedeckt werden. Anschließend sollte der Boden gleichmäßig feucht gehalten werden. Schnittlauch eignet sich auch hervorragend als Teil einer Mischkultur mit anderen Gemüsesorten, da so das Infektionsrisiko mit Grauschimmel oder Mehltau gesenkt wird.

Dill:
Da Dill sich schnell entwickelt, sollte erst Mitte April mit der Aussaat begonnen werden. Wie die meisten Kräuter, bevorzugt auch der Dill einen sonnigen bis halbschattigen Standort und nährstoffreichen Boden. Die Dillsamen sollten mit ein wenig Erde bedeckt werden, damit Sie nicht beim nächsten Wind aus dem Beet geweht werden. Nun muss der Boden nur noch gleichmäßig feucht gehalten werden, dann können Sie schon bald frischen Dill aus dem eigenen Garten genießen.

Wer keine Lust hat, sich mit der Aussaat zu beschäftigen, oder wer den optimalen Zeitpunkt verpasst hat, kann auch auf unsere Jungpflanzen zurückgreifen und diese direkt ins Hochbeet setzten.


Was sollte man bei der Standort-Auswahl berücksichtigen?

Der Standort richtet sich immer nach den Ansprüchen der jeweiligen Pflanzen. Da die meisten Obst- und Gemüsesorten allerdings aus wärmeren Ländern stammen, machen Sie mit einem sonnigen bis halbschattigen Standort nichts falsch.

Wie groß sollte ein Hochbeet sein?
Die Größe Ihres Hochbeetes ist abhängig von den Platzverhältnissen auf Ihrer Terrasse bzw. Ihres Gartens. Auch in kleinen Hochbeeten können beeindruckende Erträge eingefahren werden. Jedoch sollte immer das Wachstumsverhalten der angebauten Pflanzen beachtet und gegebenenfalls auf kleinere Sorten zurückgegriffen werden.

Eine Kooperation mit dem Gartencenter Brockmeyer.

Zur Brockmeyer-Gruppe gehören die Standorte Halle, Detmold und Gütersloh, die Ihre Kunden jahrzehntelang durch hervorragende Produkte zu fairen Preisen und besten Service überzeugen. Bei uns kaufen Sie gut ein. Und sind immer gut beraten – denn unsere qualifizierten Mitarbeiter stehen Ihnen mit Fachwissen, tollen Ideen und praktischen Tipps zur Seite. Wir bieten Ihnen eine angenehme, frische und freundliche Atmosphäre, so dass Sie sich rundum wohlfühlen werden. Wir sind mehr als „nur“ ein Gartencenter…Mit viel Liebe und Leidenschaft entwickeln wir uns weiter, erweitern stetig unser Produksortiment und wollen für unsere Kunden immer ein Erlebnis wert sein. Doch nicht nur für unsere Kunden, sondern auch für unsere Mitarbeiter, unsere Umwelt und unsere Region übernehmen wir Verantwortung und versuchen kontinuierlich ein kleines bisschen besser zu werden.